Kräuter in der traditionellen chinesischen Medizin

Heilkräuter zählen in der TCM zu den Grundpfeilern und auch in Europa wird diese Form der Alternativmedizin immer beliebter. Dabei ist es gar nicht so lange her, dass auch bei uns mit Kräutern geheilt wurde, weil es keine anderen Möglichkeiten gab. Die Chinesen gingen aber noch weiter und verwendeten nicht nur die Blüten und Blätter, sondern die ganze Pflanze samt Wurzeln und Rinden.

Heilkräuter, Alternative zu Medikamenten

Einem kleinen Husten muss man nicht immer mit chemischen Keulen aus dem Labor begegnen und mittlerweile warnen sogar Schulmediziner vor dem exzessiven Gebrauch von Antibiotika. Die Bakterienstämme entwickeln sich weiter, werden resistent und manche Krankheiten können so lebensbedrohlich werden. Unzählige Kräutermischungen bewahren im Winter vor Erkältungskrankheiten und die TCM weist mit einer Erfahrung von dreitausend Jahren auf. Gleiches gilt für Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und andere Kleinigkeiten. Selbst mit schweren Krankheiten kommt der Körper besser zurecht, wenn Heilkräuter die Genesung unterstützen. Hinzu kommt noch, dass gewisse Medikamente zwar eine Krankheit heilen, aber das Immunsystem schwächen. Krebspatienten sterben zum Beispiel oft an einer harmlosen Erkältung, weil die Chemotherapie nicht zwischen guten uns bösen Zellen unterscheidet. Heilkräuter der chinesischen Medizin können hier wesentlich dazu beitragen, dass das Immunsystem widerstandsfähig bleibt.

Kräutermischungen

In der TCM werden vorwiegend Kräutermischungen unter Einbeziehung der Ernährung verwendet. Berühmt sind die 52 Schriften von Li Shi Zhen mit 10.000 Rezepturen unter Einbeziehung von 1892 Inhaltsstoffen. Hier ist insbesondere zu erwähnen, dass die traditionelle chinesische Medizin in erster Linie der Vorbeugung dient. Die Heilkräuter werden mit Wasser aufgekocht oder pulverisiert und die Einnahme soll dazu führen, dass das Gleichgewicht der Energien im Körper wieder hergestellt wird. Im weitesten Sinne zählen in der chinesischen Philosophie sämtliche Lebensmittel zu den Arzneien. Ausschlaggebend ist einerseits die richtige Zusammensetzung und andererseits das persönliche Bedürfnis.

Heilkräuter der TCM mit besonderm Stellenwert

Trotzdem gibt es auch Heilkräuter in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die vielseitig einsetzbar sind und pur verwendet werden.

Ingwer

Ingwer findet sich in beinahe jedem Rezept und zählt zu den wärmenden Lebensmitteln, da seine Schärfe den Körper wärmt und die Durchblutung anregt. Gleichzeitig beruhigt er aber Übelkeit und Magenverstimmungen. Gern eingesetzt wird er auch bei Entgiftungskuren, da er die angesammelten Fette schneller aus dem Blut und den Gefäßen befördert.

Ginseng

Ginseng stärkt in erster Linie Herz, Lunge, Milz und das Immunsystem. Deshalb ist es das wichtigste Heilkraut. In Europa kennt man diese Pflanze, von der die Wurzel nach der Trocknung verwendet wird, als Aphrodisiakum. Vorgebeugt werden kann mit Ginseng auch einem Herzinfarkt und senkt er den Cholesterinspiegel.

Süßholzwurzel

Bei uns kennt man den eingedickten Saft der Süßholzwurzel als Lakritze oder in Teemischungen. Die Universität Wien fand nun heraus, dass postoperative Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten gelindert wird.

Engelwurz

Engelwurz unterstützt die Blutbildung, ist antiseptisch und hilft bei der Verdauung insofern, als dass sie die Magensaft- und Gallenbildung anregt.

Chinesische Datteln

Schützen ebenfalls den Magen und den Verdauungsapparat. Chinesische Datteln beruhigen daneben auch und habe eine ähnliche Wirkung wie Baldrian.

Chinesische Kräuter zur Vorbeugung

Nachdem die TCM davon ausgeht, dass jede Krankheit ein energetisches Ungleichgewicht des Körpers ist, hat die Medizin die Aufgabe die Vitalität zu stärken und bereits präventiv tätig zu werden. Krankheiten haben demnach keine Möglichkeit sich auszubreiten. Sollte es dennoch dazu kommen, wird im Sinne der Ganzheitlichkeit die Ursache bekämpft, nicht die Symptome.

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